Künstler

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Luciano Castelli

 

Luciano Castelli erregte mit seinen Ausstellungen Aufsehen im

internationalen Kunstmarkt - erst kürzlich sorgte er mit seinen Auftritten im "National Art Museum in Peking" und im "SPSI Art Museum in Shanghai" in der chinesischen Kunstszene für Furore. In der Schweiz konnte er Anfang 2017 mit seiner Ausstellung im Museum "Helmhaus" in Zürich begeistern.

So bemalt Castelli 2016 in Shanghai spontan und unmittelbar das gesamte Innere des Museums um damit aus dem konventionellen Rahmen der Bildpräsentation auszubrechen; drei Tage, 500 Meter Ausstellungslinie, eine Ausstellungsfläche von 1500 Quadratmeter.

 

Mit mit seiner langjährigen künstlerischen Erfahrungen und dem für ihn so typischen, gestischen bis ins Kalligraphische übergehenden Pinselhieb, bewältigt er die große Herausforderung in Bezug auf Malerei und Raumkonzeption. Castelli lässt die baulichen Strukturen wie etwa Treppen, Säulen und Wände des Gebäudes mit der Malerei zu einem Gesamtkunstwerk verschmelzen.

Von weißen Wänden zu weißen Wänden, dieser Prozess wird nach Ablauf der Ausstellungszeit mit dem Übermalen der Werke vollendet.

 

So verspricht auch das Projekt in Berlin wieder eine neue, kreative Weiterentwicklung, welche, im Zusammenspiel von Film, Musik und Malerei ein eindrucksvolles Kunsterlebnis bildet.

 

Mit seinem Œuvre erweist sich Luciano Castelli als einer der radikalsten und der bedeutendsten Künstler der revolutionären Kunstbewegung Die Neuen Wilden. Er zog 1978 von Luzern nach Berlin, wo er in seinem Atelier am Moritzplatz, bis weit in die 80er Jahre hinein, die Malerei der Neuen Wilden mitgeprägt hat. Einerseits gilt er als einer der wichtigsten Vertretern dieser Stilrichtung, andererseits ist er aber auch einer der Wenigen, denen es gelungen ist aus ihr neue künstlerische Ansätze zu entwickeln. So zählt Castelli nicht nur zu den interessantesten Künstlern der Gegenwart, sondern auch zu den innovativsten, er hat maßgeblich dazu beigetragen, die statische Leinwand wiederzubeleben und neue ästhetische Dimensionen zu eröffnen.

 

www.lucianocastelli.com

Sven Marquardt

 

Sven Marquardt wuchs in Ost-Berlin auf, wo er zu Beginn der 1980er eine Ausbildung zum Fotografen und Kameraassistenten der DEFA absolvierte. Ersten Veröffentlichungen in den Zeitungen „Der Sonntag“ und „Das Magazin“ folgte eine einjährige Assistenz bei Rudolf Schäfer, einem zu der Zeit hoch angesehenen Fotografen der DDR. 1987/1988 nahm er an der X. Kunstausstellung der DDR teil und wurde 1988 Mitglied im Verband Bildender Künstler. Während Marquardt als Modefotograf für die Sibylle arbeitete, schuf er sich gleichzeitig kreative Freiräume mit eigenwillig inszenierten Schwarz-Weiß-Portraits der Ostberliner Subkulturen, der Künstler-, Underground- und Schwulenszene im Prenzlauer Berg. Als Punker mit Irokesenschnitt fiel er schon durch sein Äußeres aus dem normalen Rahmen, aber auch seine Fotografie machten ihn der Stasi verdächtig und brachte ihm ein Mitte- und Alexanderplatzverbot ein.

Nach der Wende stellte Marquardt seine fotografische Tätigkeit vorübergehend ein und tauchte in die neu entstehende Clubszene Berlins. Seit den 1990er-Jahren arbeitete er als Türsteher auf verschiedenen Veranstaltungen im Berliner Underground; Berühmtheit erlangte er als Bouncer des Berghains. Mit dem Aufstieg des Berghains zu einer der bekanntesten Adresse für elektronische Musik wurde Sven Marquardt auf Grund seines markanten Aussehens mit zahlreichen Piercings und Tattoos zu einer weit über Berlin hinaus bekannten Symbolfigur des Berliner Nachtlebens. Zu Beginn der 2000er nahm er seine fotografische Tätigkeit wieder auf. Neben eigener künstlerischer Arbeit – größtenteils inszenierte Schwarz-weiß-Portraits im Stil seiner früheren Arbeiten – folgten Fotoinszenierungen für Levi’s zur Berliner Fashion Week, eine Hugo Boss Kampagne und immer wieder Modeshootings für die Magazine Qvest und Front. Als Repräsentant des Goethe Institutes ist er seit Jahren auf zahlreichen nationalen und internationalen Ausstellungen vertreten.

2010 erschien sein erster Bildband "Zukünftig vergangen: Fotografien 1984-2009 ", 2014 seine zusammen mit Judka Strittmatter verfasste Autobiografie "Die Nacht ist Leben", sowie 2015 sein zweiter Bildband "Wild verschlossen".

 

www.marquardtfotografie.com

Ort

 

Kaufhaus Jandorf

Brunnenstraße 19-21

Berlin-Mitte

 

info@deschler-berlin.de

 

 

Öffnungszeiten

 

29. Oktober bis 5. November 2017

täglich von 11 bis 19 Uhr